Der Park in Kürze

Ein Park als partizipativer Prozess

Das Projekt für einen Nationalpark im Locarnese basiert auf der Verordnung über die Pärke von nationaler Bedeutung (PäV). Die Verordnung sieht Nationalparks der neuen Generation vor, welche eine Integration von Naturschutz und Wirtschaftsförderung erlauben. Es geht folglich um einen Nationalpark, der sich grundsätzlich vom bestehenden Schweizer Nationalpark im Engadin unterscheidet. Dieser wurde vor mehr als 100 Jahren als eigentliches Naturreservat auf der Basis eines spezifischen Dienstbarkeitsvertrags ohne Einbezug der Bevölkerung gegründet. Der Nationalpark im Locarnese ist im Rahmen eines partizipativen Prozesses von Gemeinden und Patriziaten aufgegleist worden. Im Park steht der Schutz der Natur im Einklang mit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Erhaltung des kulturellen und historischen Erbes.

Konkrete Unterstützung für Initiativen

Der Park ist ein Instrument, das sich zu den bekannten Hilfsmitteln und Förderungsmöglichkeiten der kantonalen und eidgenössischen Entwicklungspolitik gesellt. Ein Nationalpark lässt sich in diesem Sinne wie das vierte Bein eines Stuhls vorstellen, vor allem für Randgebiete, in denen die Bewirtschaftung des Terrains besondere Anforderungen stellt. Projekte im Parkgebiet können auf drei unterschiedliche Weisen gefördert werden: Mittels einer Finanzhilfe, mittels einer Hilfe bei der Planung und Koordination eines Projekts und/oder der Hilfe bei der Kommunikation und Vermarktung.