Der Park in Kürze

Was ist im Park erlaubt?

In der Umgebungszone des Nationalparks, die 72 Prozent der Gesamtfläche ausmacht, gelten auch in Zukunft die bereits geltenden Vorschriften. Das heisst: Es gibt keine zusätzlichen Einschränkungen menschlicher Aktivitäten in Bereichen wie Landwirtschaft, Fischfang, Jagd, Waldbewirtschaftung, Sport, Bauwirtschaft, Unterhalt des Strassennetzes oder dem Sammeln von Pilzen. Für die Umgebungszone sind Anreize und Fördermittel vorgesehen, um die Qualität der Landschaft weiter zu erhöhen.

Die Kernzone macht 28 Prozent der Parkfläche aus. Dort können weiterhin Alpen bestossen werden. Das Wandern auf einem Netz von 110 Kilometern bereits bestehender Wege ist möglich, auf einigen Wegen auch mit Hunden, wenn diese an der Leine geführt werden. Schutz- und Alphütten können genutzt werden, genauso wie die bestehenden Rustici. Klettern ist auf speziell gekennzeichneten Routen möglich, genauso wie das Überfliegen der Kernzone. Hingegen wird es nicht mehr möglich sein, die markierten Wanderwege zu verlassen und mit dem Velo zu fahren. Auch das Sammeln von Beeren, Pilzen und Mineralien ist verboten. Für wissenschaftliche Zwecke gibt es Ausnahmen. Auch die Waldbewirtschaftung, Fischfang und Jagd sind nicht möglich. Eine Ausnahme besteht für Wildschweine im Rahmen einer spezifischen Verordnung. Bereits existierende Schutzflächen, wie Waldreservate und Jagdbanngebiete, sind in die Kernzone integriert. Sie machen einen grossen Teil der Kernzone aus. Rund 40 Prozent der Kernzone sind heute schon Jagdbanngebiete, zirka 24 Prozent Waldreservate.

Rustici

Für die Rustici verändert sich gegenüber den heute gültigen Vorschriften nichts. Das gilt sowohl für die Kernzone als auch für die Umgebungszone. An gültigen Eigentumsverhältnissen und Zugangsmöglichkeiten wird nicht gerüttelt. Für alle Fragen rund um Bau- und Subventionsgesuche bleiben die jetzigen Gesetze und planerischen Grundlagen unangetastet. Zuständig ist die jeweilige Wohngemeinde sowie der Kanton mit seinem Rustici-Planungsinstrument für schützenswerte Landschaften und Gebäude “Piano di utilizzazione cantonale per i paesaggi con edifici e impianti protetti” (PUC-PEIP).

Nachhaltige Mobilität

Die Erschliessung des Parks soll vorab mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Damit soll erreicht werden, dass das Strassennetz nicht zu stark belastet wird und die lokale Bevölkerung vor zusätzlichem Individualverkehr geschützt wird. Die Centovalli-Bahn, Postautos, Busse der Verkehrsgesellschaft FART, Schiffe, Seilbahnen und die AlpinTaxis sowie ein ausgedehntes Wanderwegnetz decken das ganze Gebiet adäquat ab. Je nach der Entwicklung der Besuchernachfrage können der Fahrplan in Absprache mit den zuständigen Stellen angepasst und die Frequenzen erhöht werden. Das Angebot des öffentlichen Verkehrs soll sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die Besucher des Parks attraktiv sein.