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Park-Charta

Nach der Konsultationsphase wurde die Park-Charta, die in den 8 Gemeinden zur Abstimmung kommt, nun angepasst. Rund dreissig Vorschläge von Bewohnern, Vereinigungen und Ämtern sind eingegangen und zu zwei Dritteln übernommen worden. Die wichtigsten Änderungen betreffen auf Wunsch des Fischereivereins Onsernone die Kernzone der Gole dell’Isorno, den Ausschluss des alten Saumpfades von der Grenze dieser Kernzone damit in der Umgebungszone weiter Fahrrad gefahren oder mit dem Hund spazieren gegangen werden kann etc., zusätzliche Weideflächen in der Val Camana von Spruga und auf dem Salmone, weitere Durchgangswege für Hunde an der Leine (insbesondere zwischen den Monti di Brissago und der Collina di Maia), ergänzende Bergwanderwege wie derjenige der Lenzuoli in Brissago sowie die Präzisierung, dass sich auf dem gesamten Parkgebiet weiterhin der Kanton und die Gemeinden um Neophyten und invasive Pflanzen kümmern werden. Sämtliche Informationen dazu sind in der Park-Charta und im Bericht zur Konsultationsphase nachzulesen.

Die Park-Charta besteht aus:

Beigelegte Karten

Details zu den Projekten, die in den ersten 10 Jahren des Parks vorgesehen sind

Kanton

Der Kanton veröffentlicht die zwei grundlegenden Planungsinstrumene zur Umsetzung des Parks. Dabei handelt es sich um den kantonalen Richtplan und den kantonalen Nutzungsplan für die Kernzonen, welche das Raumplanungsdepartement als Rechtsgrundlage für den künftigen Park ausgearbeitet hat. Diese Vorgaben werden informativ während der Abstimmung abgegeben. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass sie nur während 10 Jahren zur Umsetzung kommen, wenn der Park durch das Volk für diese Zeitspanne angenommen wird.

https://www4.ti.ch/dt/dstm/sst/temi/puc/piani-di-utilizzazione-cantonale/progetto-parco-nazionale-del-locarnese/

Eidgenossenschaft

Die Eidgenossenschaft unterzeichnet das Übereinkommen für eine Zusammenarbeit im Valle dei Bagni von Craveggia
Die Revision der Bundesverordnung über die Parks erlaubt es einem Park in der Nähe der Landesgrenze, wie dem Nationalpark des Locarnese, innerhalb der benötigten, gesetzlich vorgeschriebenen Schutzzone (Art. 16.3bis) auch auf angrenzende ausländische Schutzgebiete zurückzugreifen. In unserem Fall können wir, dank des vom Bundesrat in Auftrag gegebenen Übereinkommens für eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem italienischen Ministerium für Umwelt, Landschaft- und Meeresschutz auch auf die Schutzgebiete im Valle dei Bagni zählen. Diese stellen eine natürliche Verlängerung des Onsernonetals dar (mit gleichem Einzugsgebiet). Jede Nation ist für den Unterhalt seiner eigenen Schutzzone verantwortlich, sowohl aus rechtlicher als auch betrieblicher und finanzieller Sicht. Gemeinsam können Projekte zugunsten der Aufwertung des Territoriums umgesetzt werden. Eigentlich handelt es sich dabei nur eine formelle Bestätigung von dem, was bereits im Februar vom Bundesrat angekündigt wurde. Besser gesagt, auch die Schaffung eines Schutzgebietes im Valle dei Bagni von Craveggia untersteht dem positiven Ausgang der Abstimmung über den Park.

https://www.bafu.admin.ch/bafu/it/home/temi/paesaggio/dossier/parco-locarnese.html

Der Bund begrüsst den Nationalpark des Locarnese als gutes Projekt
Das BAFU unterstützt die Gemeinden und Patriziate des Parks, denen es gelungen ist, für die verschiedenen Ansprüchen auf dem Gebiet – das heisst, einerseits die Anwesenheit des Menschen und seine Aktivitäten und andererseits der Schutz der Natur – eine Lösung zu finden. «Der Kanton Tessin und das BAFU unterstützen die Projektierungsphase und die Umsetzung des Nationalparks sowohl finanziell als auch als Berater», heisst es. Zusammen mit dem Kanton Tessin versichert das BAFU, dass die Anforderungen an den Park gesetzesgemäss in die verschiedenen Grundsatzpapiere eingeflossen sind. Ausserdem hat das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) bereits vorausgehend den kantonalen Richtplan überprüft und für gut befunden. «Damit wurden alle Grundlagen geschaffen, damit sich die lokale Bevölkerung gut informiert zum Nationalparkprojekt des Locarnese äussern kann.»

https://www.bafu.admin.ch/bafu/it/home/temi/paesaggio/dossier/parco-locarnese.html