Erziehung, Kultur und Wissenschaft

Der Nationalpark ist in jeder Hinsicht ein lebendiges Territorium. Auf der einen Seite gibt es eine üppige Natur mit unangetasteten Wäldern und einer hohen Konzentration von Pflanzen- und Tierarten. Und da ist der Mensch mit seiner Geschichte, seinen Gebräuchen und Traditionen. Für die Gemeinden und Bürgergemeinden stellt der Park ein gutes Mittel dar, um diese Juwelen einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Der Park unterstützt all diejenigen Einrichtungen, die diese Arbeit bereits leisten, etwa die ethnografischen Museen oder Naturschutz- und Kulturvereine. Der Park kann die unterschiedlichen Initiativen vernetzen. Und dank dem Label „Nationalpark“ kann jede Region ihre Einzigartigkeit national bekannt machen. Die vielfältigen Initiativen sind für die Einwohner selbst, für auswärtige Gäste, Schulen und Wissenschaftler gedacht. Mit massgeschneiderten Angeboten soll es möglich sein, das Territorium und seine Besonderheiten kennen zu lernen. Dabei sollen die Angebote – im Rahmen der Möglichkeiten – auch für Personen mit einer Behinderung zugänglich sein. All diese Aktivitäten verfolgen das Ziel, die Welt besser zu verstehen, die uns umgibt, aber auch eine Sensibilität zu entwickeln, dieses Natur- und Kulturerbe zu erhalten, um es den nächsten Generationen weiterzugeben. Dazu kommt ein wirtschaftlicher Mehrwert, insbesondere im Tourismus. Der Nationalpark wird Personen anziehen, die gerne zu Fuss unterwegs sind, bei Privaten, in Hostels oder Berghütten übernachten, in einheimischen Restaurants und Bars einkehren, lokale Produkte kaufen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Der Nationalpark möchte zudem zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Plattform von nationaler Bedeutung werden. Die Präsenz von Wissenschaftlern vor Ort wird gefördert, genauso wie die Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten im Tessin und in der restlichen Schweiz.