Ökonomie, Tourismus, Mobilität

Der geplante Nationalpark im Locarnese gehört zur neuen Generation der Nationalpärke. Diese sind keine reinen Naturreservate, sondern setzten auf eine Verbindung von Naturschutz und regionaler Wirtschaftsentwicklung. Dies will man erreichen, indem lokale Initiativen im Bereich landwirtschaftlicher Erzeugnisse oder Dienstleistungen gefördert werden, aber auch in den Bereichen Tourismus und Mobilität. Von besonderem Wert sind die Kernzonen auf Grund ihrer ausgesprochenen Naturbelassenheit, etwa die ausgedehnten Waldflächen in den Centovalli und im Onsernone. Für die Gemeinden und die Bürgergemeinden ist der natürliche Reichtum dieser Kernzonen ausschlaggebend. Denn er macht eine positive Entwicklung und eine gesteigerte Lebensqualität in der Umgebungszonen möglich. Der Nationalpark kann durch finanzielle Mittel und personelle Unterstützung (beispielsweise durch die Park-Agentur) in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort konkrete Initiativen und Aktivitäten unterstützen. Der Label „Nationalpark“ sorgt für eine nationale und internationale Wahrnehmung der Gegend. Vor allem bürgt der Label aber für die Qualität der Natur und Landschaft. Dadurch wird es gelingen, einen nachhaltigen, natur- und kulturnahen Tourismus zu fördern. Dies konnte in anderen Pärken der Schweiz und im Ausland schon nachgewiesen werden. Neue Arbeitsplätze können geschaffen werden. Es resultiert eine positive Wertschöpfung für das Parkgebiet und seine Anwohner. Der Nationalpark dient als Instrument, damit auch im 21.Jahrhundert noch Menschen in den abgelegenen Tälern leben und sich um die Pflege der Landschaft kümmern können. Der Park stellt eine Chance da, um zu verhindern, dass Geschäfte und Lokale schliessen müssen. Er bietet neue Erwerbsmöglichkeiten, etwa durch  Unterkünfte und Hostels, Campingplätze oder Bed & Breakfast Angebote. Wenn die Täler bewohnt bleiben, werden die Wanderwege weiterhin begangen werden und das Gebiet wird vor Vergandung geschützt. Es können auch thematische Wanderwege eingerichtet werden. Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Parkgebiet dürfen das Park-Logo verwenden.